Liedbegleitung: Rhythmus

Nach den ersten Gehversuchen mit Akkordsymbolen und Stimmführung (Stichwort Common Tones) stellt sich nun die Frage, wie man denn das Endergebnis etwas interessanter gestalten kann. Pop-Songs leben schließlich von der Rhythmusgruppe: dem Schlagzeug, der Gitarre, dem Bass. Aufgabe ist es nun, diese Instrumente irgendwie am Klavier zu ersetzen/zu simulieren.

Für die Liedbegleitung von Pop-Songs ist ein präzises rhythmisches Timing und ein hoher Grad an Unabhängigkeit beider Hände essentiell. Um beides zu erreichen, sollte stets mit einfachen Übungen begonnen werden, die dann Schritt für Schritt zu komplexeren Patterns ausgebaut werden. Die folgende Abbildung zeigt einige Beispiele (PDF Download):

Das erste Beispiel zeigt eine zunehmende Rhythmisierung der linken Hand. Natürlich können auch die einzelnen Patterns beliebig miteinander kombiniert werden. Auch ein Wechsel, z. B. von Strophe zum Refrain, ist möglich.

Im zweiten Beispiel wurden die Rhythmisierungen aus Beispiel 1 auf die rechte Hand übertragen. Richtig interessant wird es ab dem dritten Beispiel mit einigen Kombinationen.

Nimmt man nun Achtelnoten und Punktierungen hinzu, sind bereits pfiffige Pop-Rhythmen möglich. Beispiel 4 zeigt einige Patterns. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Tipp: Weniger ist oft mehr! In der Liedbegleitung zählt nicht, dass der Pianist möglichst virtuos spielt. Es gilt, den Gesang möglichst gut zu unterstützen und zu stützen. Das Gesamtergebnis muss stimmen! Darüber hinaus muss das Timing stimmen. Lieber eine stabile einfache Begleitung als ein ständig wackelndes Timing!

Hörbeispiel Download: Rhythmisierungen.mp3

Notenbeispiel Download: Rhythmisierungen

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